Le Mans ist Philosophie und Kunst zugleich

Als im Mai 1923 erstmals in der Geschichte der Menschheit ein 24-stündiges Wagenrennen gestartet wurde, ahnte wohl noch niemand der Teilnehmer und Anwesenden, dass sie damit einen Mythos begründen würden, der noch 100 Jahre danach bestehen und kultiviert werden würde. Bis heute sind die 24 Stunden von Le Mans weltweit unangefochten der Höhepunkt der Langstreckenszene und sie gehören mit den 500 Meilen von Indianapolis und dem Grand Prix von Monte-Carlo zu den Вig Three des Motorsports.

 

Das ist auch kaum verwunderlich, wenn man mal selbst miterlebt hat, wie sich 180 Piloten verteilt auf 60 Rennwagen auf den Weg zu einer Odyssee zu sich selbst begeben. Dann wird der Mythos von Le Mans spürbar und nach einigen Stunden realisiert man, dass sich das Rennen immer mehr von einem Sportereignis zu einer Kunstperformance par excellence gewandelt hat.

 

Dabei wird das Band aus 13 Kilometern Asphalt zu einer Staffelei und die Rennwagen werden zu modernen Skulpturen, die sich immer wieder neu darauf verteilen und ein ästhetisches Muster zeichnen. Insbesondere in der Nacht verleihen diverse Lichtpunkte aus Scheinwerferkegeln und rot-glühenden Bremsscheiben dem dunklen Tableau der Nacht einige Pinselstriche á la Picasso.

 

Sowieso herrscht beim Rennen ein stetig wechselndes Lichtspiel von Farben und Kontrasten, die an die Hochphase des Expressionismus erinnern - und das über eine Länge von 13 Kilometern. Aus unserer Perspektive macht diese Dimension die 24 Stunden von Le Mans zum großflächigsten Gesamtkunstwerk der Welt.

 

Und wenn man in manchen Klassik-Konzerten die Augen schließt und das Crescendo der Celli aus der rechten Ecke des Orchesters erwartet, so ist das nichts anderes, als wenn man in den Kurven der Têrtes Rouges auf der Wiese liegt, die Augen schließt und dem Röhren der 12 Zylinder des Aston Martins erwartungsvoll entgegenfiebert: "Ah da kommen sie! Erst der Aston, dann zwei kreischende Ferraris, jetzt der klopfende Porsche und zuletzt die basslastige Corvette." Neben Klangfarbe und Volumen gibt es noch den variierenden Rhythmus, der den Klangverlauf bestimmt. Ein Fest für die Ohren!

 

Wir vom Motorsportfanclub Saarbrücken sind von den 24 Stunden von Le Mans fasziniert und möchten mit unserem Event zur oben angesprochenen Kultivierung beitragen. Lassen auch Sie sich davon anstecken und genießen Sie die Zeit auf unserem „24h Le Mans Fest“.

 

Ihr Motorsportfanclub Saarbrücken
i. V. Sebastiano Curcuruto

 

 

www.msfc-saar.de

 

 

PS. Falls Sie das o. g. Gefühl mal selbst erleben wollen, müssen Sie nicht unbedingt bis nach Le Mans fahren. Nur 2 Autostunden von Saarbrücken entfernt, finden Ende Juli immer die 24h von Spa statt: www.total24hours.com

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